Streitschlichter
Klassensprecher – Schülermitverantwortung (SMV)
und Streitschlichter an der Taus
Die neu gewählten Klassensprecher/innen der Klassen 6 -10
verbrachten vom 15.10. bis 17.10.2010 ein
gemeinsames Wochenende im Waldheim im Fautenhau bei Aspach, um sich besser
kennen zu lernen,
die Schulaktionen in diesem Schuljahr zu planen und sich intensiv mit den
Aufgaben des Klassensprechers
und der SMV zu beschäftigen.
Der Klassensprecher
vertritt die Interessen der Schüler seiner Klasse .
gibt Anregungen, Vorschläge
und Wünsche, auch Beschwerden oder Kritik einzelner Schüler oder der
ganzen
Klasse an Lehrer, Schulleiter oder Elternvertreter weiter.
unterstützt einzelne Schüler in der Wahrnehmung ihrer Rechte
vermittelt bei Schwierigkeiten zwischen Klasse und Lehrer.
beruft die Klassenschülerversammlung ein, leitet die Diskussion und
sorgt dafür, dass Beschlüsse auch ausgeführt werden.
nimmt an den Sitzungen der SMV teil und informiert die Klasse darüber.
wirkt bei den Aufgaben mit, die die SMV sich selbst stellt.
Die SMV
organisiert 4 Schülervollversammlungen pro Schuljahr. In der
Schülervollversammlung am 27.10.10
wurden die Schülersprecher von den Schüler/innen der Werkrealschule gewählt:
Matthieu Mbenza Kl. 10a und Anna Eifert Kl. 9b.
In diesem
Schuljahr sind viele Schülerveranstaltungen geplant, z.B. Sportturniere,
Schulball,
Nikolausaktion, Lolliwoche und ein sozialer Sponsorenlauf.
An unserer Schule haben der Klassensprecher und sein Stellvertreter ab
diesem Schuljahr eine zusätzliche Aufgabe:
Sie werden zu Streitschlichtern ausgebildet, sind dann für Streitfälle in
ihrer Klasse oder Parallelklasse und für die Durchführung
von Schlichtungsgesprächen zuständig.
Konflikte
unter Schülern sollen mit Hilfe der entsprechend ausgebildeten
Streitschlichter durch gelenkte Gespräche geklärt und
möglichst dauerhaft beigelegt werden. Wichtig dabei ist, dass beide
Streitparteien die Standpunkte der Gegenpartei erkennen,
die eigene Position darauf reflektieren und eine Lösung des Konflikts
finden.
Die Ausbildung
zum Streitschlichter beinhaltet das Erlernen von Ziel gerichteter
Gesprächsführung, Training der sprachlichen
Fertigkeiten, Erkennen von Konflikten und das Wissen um die Grenzen der
Schüler-Streitschlichtung.
Am Ende des
Schuljahres erhält jeder Streitschlichter ein Zertifikat für sein Portfolio.
Das Wochenende im Fautenhau war sehr arbeitsintensiv, viel Freizeit gab es
nicht, trotzdem waren die Schüler motiviert und
engagiert bei der Sache. Einige „frisch“ ausgebildete Streitschlichter
hatten bereits Gelegenheit, ihr erstes Schlichtungsgespräch
erfolgreich durchzuführen.
Dezember
2009
Streitschlichterwochenende
im Fautenhau

Wir übten mit
Fleiß und Ausdauer den Ablauf eines Schlichtungsgesprächs.
Wir vertieften uns in die Feinheiten der Gefühlswelt.
Es gibt mehr als „mir geht es gut“ und „mir geht es schlecht“.
Wir übernachteten auf Isomatten in reinen Mädchen- und Jungenzimmern.
E. Mayer und H. Kalissa
Streitschlichterkongress März 2009
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Zum vierten Mal hat das
Gewaltpräventionsprojekt „Power ohne Fäuste“, zu dem sich seit Projektstart 2001 mittlerweile 19 Schulen mit der Backnanger Polizei, der Gewaltpräventionsberaterin des Regierungspräsidiums und Vertretern der Stadt Backnang zusammengeschlossen haben, den Streitschlichterkongress organisiert. „Ein Kongress ist kein Urlaubs- sondern ein Arbeitstag“, sagte Ulrich Schielke. Und so ging es für die Streit- schlichter auch schnell ans Werk: In insgesamt 15 Workshops, von denen jeder Streitschlichter am Vormittag einen und am Nachmittag einen weiteren besuchte, beschäftigten sie sich mit Fragestellungen rund um Streit und Zivilcourage. Da wurde in nachgestellten Konfliktsituationen so richtig Stress verbreitet, da wurden eifrig Gedanken und Gefühle auf bunte Zettel notiert und an Pinnwände geheftet, da wurden Erfahrungen gegenseitig ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft, neue Erkenntnisse und Strategien gewonnen. Impulse zum Nachdenken und Diskutieren lieferte außerdem das Improvisationstheater der wilden Bühne aus Stuttgart. Zivilcourage war das große Thema. Bürgermeister Balzer spricht zu den Streitschlichtern. |
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| Jugend- und
Bildungsamtsleiterin Renate Schmetz |
Herr Keidel
und Schulleiter Schielke bei der Übergabe eines Schecks |
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Die Sporttanzgruppe des Bize begeisterte im Rahmenprogramm |
Streitschlichter - Wochenende im Fautenhau

Wie jedes Jahr machten die Streitschlichter der Tausschule in
Backnang
ein Streitschlichterwochenende in Fautenhau. Dieses Mal gingen viele
Schüler der Klassen 5 und 6 mit, um eine Ausbildung als Streitschlichter
zu machen. Die Ausbildung dauert allerdings länger als dieses Wochenende.
Deshalb wird die Ausbildung nach dem Wochenende in der Schule fortgesetzt.
Wie auch in den letzten Jahren gingen Frau Lier und Frau Kalissa mit. Die
Lehrerinnen erklärten es den Anfängern so gut und verständlich, dass
die Anfänger gleich das Grundlegende verstanden. Natürlich war es damit
noch nicht getan, denn dann kamen die Fortgeschrittenen zum Einsatz. Diese
spielten nämlich einen erfundenen Streitfall vor, damit die Anfänger einmal
sehen konnten, was bei einem Streitschlichtergespräch wichtig ist. Das war
gut für die Anfänger wie auch für die Fortgeschrittenen. Denn somit konnten
sogar die Fortgeschrittenen noch etwas dazulernen. Die Anfänger verstanden
das Prinzip so gut, dass diese es sich selber zutrauten, ein
Streitschlichter-
gespräch bis zu einer bestimmten Stelle vorzuführen. Das lief folgendermaßen
ab:
Die Fortgeschrittenen waren die Streiter und die Anfänger zeigten ihr Können
als
Schlichter. Alles klappte so gut, dass alle Beteiligten zwischen den Übungen
genug Zeit hatten, etwas zu spielen. Wie immer wurde das Streitschlichter-
wochenende bis auf einen kleinen Betrag für die Mahlzeiten von der Schule
bezahlt und unterstützt, unter anderem von der Aktion „Power ohne Fäuste“.
Auf jeden Fall war das Streitschlichterwochenende für alle sehr schön und
alle
haben sehr viel gelernt, insbesondere natürlich die Anfänger.

Bericht
über den Streit-Schlichter- Kongress II
22.02.05, 08.30 – 16.00 Uhr
Backnanger Bürgerhaus
Mädchen und Jungen, die in den
Schulen als Streit-Schlichter tätig sind, lernen viel
über die Entstehung von Krisen und Konflikten, können Verantwortung zeigen
und
Sprachlosigkeit überwinden. Darüber hinaus lernt man viel über sich selbst
und andere.
Dies waren Botschaften der zuständigen Referentin, Frau Ehlert, vom
Kultusministerium
in Stuttgart.
Mit ihrem einleitenden Fachvortrag gab sie den rund 160 Schülerinnen und
Schülern sowie
hren betreuenden Lehrkräften beim ganztägigen Streit-Schlichter-Kongress des
Gewalt-
präventionsprojektes „Power ohne Fäuste“ eine Einführung für ihre
verantwortungsvolle
Tätigkeit an den Schulen. Das Kultusministerium gibt dabei Unterstützung in
unterschiedlichen
Formen. So wurde z.B. vor mehreren Jahren schon mit dem Kontaktbüro für
Schulen zur
Gewaltprävention, der Initiative zur Bildung von Netzwerken gegen Gewalt und
der Ausbildung
von Gewaltpräventionsberaterinnen und –berater eine ganze Reihe von
unterstützenden Maßnahmen
getroffen. Wichtige Grundsätze einer erfolgreichen Streit-Schlichter-Arbeit
an den Schulen sind vor
allem Akzeptanz in der Schule bei den Schülern und den verantwortlichen
Personen, gute Rahmen-
bedingungen und engagierte Bezugspersonen in der Lehrerschaft. Ehlert
forderte dazu auf, dass
die ganze Schule im Rahmen einer schlüssigen Gesamtkonzeption zur sozialen
Bildung mitmachen
müsse und die verfügbaren Kräfte gebündelt werden müssten. Gleichzeitig
stellte sie fest, dass Streit-
schlichter sehr viel bewirken könnten, dazu sei es allerdings notwendig,
dass von anderer Seite nicht
zu früh in die Konfliktlösungsstrategien der jungen Menschen eingegriffen
werde. Dabei nannte Ehlert
auch Probleme der Streitschlichtung: So finden es viele Schülerinnen und
Schüler schlicht uncool, zu
den Streitschlichtern zu gehen oder viele Konflikte werden durch Lehrkräfte
geschlichtet, obwohl sie
durch Schüler bearbeitet werden könnten.
In zehn Workshops und Leitung von Fachleuten aus Baden-Württemberg konnten
die Streitschlichter
sowohl am Vor- als auch am Nachmittag Erfahrungen austauschen und Themen der
Arbeit besprechen.
„Grenzen der Streit-Schlichtung“, „Fair play“, „Mädchen streiten anders –
Jungen auch“ oder „Mobbing
oder Zickenkrieg“ waren beispielhaft Problembereiche, die im Mittelpunkt der
Gruppenbearbeitung
standen. Mit einer eindrucksvollen Präsentation beendeten die Schülerinnen
und Schüler die Workshoparbeit.
Planung und Leitung des Kongresses lagen, wie schon beim ersten Kongress im
vergangenen November
in den Händen der Lehrerin Elke Mayer von der Tausschule, der
Gewaltpräventionsberaterin des Regierungs-
präsidiums Maria Linzbach vom Bildungszentrum :Weissach, der Leiterin der
Backnanger Kinder- und
Jugendförderung Renate Schmetz sowie dem Jugendsachbearbeiter des
Polizeireviers Backnang, Gerd Raichle.
Rektor Ulrich Schielke, Projektleiter von „Power ohne Fäuste“, nannte den
Erfahrungsaustausch zwischen den
„Power ohne Fäuste“-Schulen aus Backnang, Aspach, Weissach, Oppenweiler und
Murrhardt sowie fundierte
Fortbildung für die Mädchen und Jungen als wichtige Ziele dieses Kongress.
Daneben ging es auch um Stärkung
und Anerkennung für diese verantwortungsvolle und Weg weisende Arbeit der
jungen Menschen. Erfreut konnte er
feststellen, dass dieser Kongress auch vom „Power ohne Fäuste“-Schirmherrn,
OB Dr. Nopper, der neuen
Gesamtelternbeiratsvorsitzenden Blum, dem Leiter des Polizeireviers Backnang
Weigl und Schulamtsdirektor
Fackler vom Fachbereich Schuleratung und Schulaufsicht des Landratsamtes
begleitet wurde.
Mit diesem sowohl inhaltlich als auch organisatorisch herausragenden und
durch den Lions Club Backnang
unterstützten Kongress für Schüler konnte „Power ohne Fäuste“ eindrucksvoll
beweisen, wie gelungene
Kooperation vor Ort zwischen den Schulen, der Polizei und der Backnanger
Kinder- und Jugendförderung
zu verantwortlichem Handeln und gegen Gewalt beitragen und zur Stärkung der
erzieherischen Arbeit in den
Mitgliedsschulen von Power ohne Fäuste führen kann.
Kongress 2004
"He, du bist ja
so fett, du klebst ja in der Kloschüssel fest!"
Bericht vom 1. Backnanger Streit-Schlichter-Kongress
So wie in der Überschrift
kann der Ausgangspunkt für einen Schülerkonflikt auf dem Schulhof oder im
Klassenzimmer aussehen.
Mit den Möglichkeiten, Streit unter Schülern zu schlichten, befassten sich
rund 170 Mädchen und Jungen
aus den Klassenstufen 5 bis 13 aus allen verschiedenen Schularten nehmen an
einem Kongress teil, der
nur für sie veranstaltet wurde. Mit dieser Veranstaltung versuchte die
Steuergruppe des Gewaltpräventions-
projekts „Power ohne Fäuste“ die Bedeutung der Streit-Schlichter-Schüler/innen
an den Schulen heraus-
zuheben und diesen Kindern und Jugendlichen eine Fortbildung angedeihen zu
lassen.
Am 11.11.04 stand die Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen mit
verschiedenen Gewalterscheinungen
im Schulalltag im Mittelpunkt.
Das Theater „vitamin-T“ aus Augsburg verstand es mit viel Geschick,
Schülerkonflikte, so wie sie die Streit-
schlichter aus den Schulen in und um Backnang erlebt haben, spontan szenisch
aufzuarbeiten und durch die
Kongress-Besucher steuern zu lassen. Durch die Möglichkeit, mittels eines
„Stopp-Zurufs“ eine Situation
einzufrieren, wurde die Gelegenheit zur Reflexion gegeben. Dabei agierten die
Schauspieler/innen zum
einen auf der Ebene des tatsächlichen Streit-Vorfalls, zum anderen ab es einen
heißen Stuhl, auf dem die
Streithähne die Wahrheit bezüglich ihrer eigenen Gefühle und Handlungen
bekennen mussten. Dadurch
erhielten die jungen Zuschauer die Möglichkeit, die Entstehens- und
Verlaufsgeschichte eines Streits
unmittelbar mitzuerleben. Anschließende Workshops halfen, die Vorgänge
aufzuarbeiten und Lösungs-
möglichkeiten der Streit-Schlichter in ihrer Rolle zu überlegen.
Streit-Schlichter-Gruppen gibt es in fast allen der 16 „Power ohne
Fäuste“-Schulen im Bereich Backnang.
Ulrich Schielke, Projektleiter von „Power ohne Fäuste“ und Rektor der
Tausschule Backnang erläuterte
den jungen Menschen in der Begrüßung die Rolle des Gewaltpräventionsprojektes
und verdeutlichte
den Mädchen und Jungen die Verantwortung, die sie für die Schule übernommen
haben. Auch der
Backnanger Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper war anwe-send und lobte die
Schülerinnen und
Schüler für ihr Engagement als Streit-Schlichter.

Am 22. 02.05 wird dieser
Kongress mit einem 2. Teil fortgesetzt.
Elke Mayer von der Tausschule hat sich mit der Organisation und Durchführung
dieses „1. Backnanger
Streit-Schlichter-Kongresses“viel Mühe gegeben. Umso schöner war es für sie
und die anderen Verantwortlichen,
dass die Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen und der betreuenden
Lehrkräfte durchweg positiv war.
Die ganze Streit-Schlichter-Gruppe aus Backnang und Umgebung freut sich auf
die Fortsetzung des
Kongresses am 22. Februar des nächsten Jahres.